1819 – vor exakt 200 Jahren – gründete Jakob Kern in Aarau seine Reisszeugfabrik und legte den Grundstein für eine erfolgreiche Firmengeschichte. Vom einfachen Zirkel bis zum Theodoliten, von der Landesvermessung bis zum Tunnelbau: Kern-Instrumente begleiteten die Industrialisierung der Schweiz – und bald der ganzen Welt. Aus der kleinen Werkstatt wurde ein Global Player – der 1988 an die Konkurrenz Wild Heerbrugg verkauft und 1991 geschlossen wurde. Heute lebt die Tradition der Schweizer Vermessungskunst in den Geräten von Leica Geosystems – einer Marke des Konzerns Hexagon – weiter.

Mit der Foyerausstellung nimmt das Stadtmuseum Aarau die Geschichte von Kern zum Anlass, die technische Entwicklung der Vermessung zu dokumentieren und ihre gesellschaftliche Bedeutung bis heute zu ergründen: Welche Rolle spielt unser Handy dabei und wie gehen Staaten und Firmen wie Google mit Geodaten um? Besondere Attraktion der Ausstellung ist ein 3-D-Scanner, mit dem sich Besucherinnen und Besucher selbst vermessen und sich die eigene Punktewolke nach Hause mailen können.

exakt200! PLUS
In Ergänzung zur Ausstellungsbox zum Thema der Vermessung holen wir einen goldenen Zirkel, Feldstecher und Stereobetrachter, ein fotogrammetrisches Auswertungssystem und weitere spannende Objekte aus dem Depot ins Foyer und beleuchten das breite Spektrum in dem die Aarauer Firma Kern gewirkt hat. Die Präsentationen bestehen aus einer Installation und jeweils einer Veranstaltung. Sie werden zusammen mit der engagierten Freiwilligengruppe Kern von ehemaligen Mitarbeitenden erarbeitet und durchgeführt.