Ausstellungen, Veranstaltungen, Foto und Film

Mit dem Erweiterungsbau und der Wiedereröffnung steht für das Stadtmuseum Aarau eine wichtige Neupositionierung an: Das ehemalige Wohnmuseum wurde ausgeräumt, Objekte wurden neu inszeniert und die Leitmedien des 20. Jahrhunderts, Fotografie und Film, stehen zukünftig im Fokus von Ausstellungen, Veranstaltungen und Kooperationen.

Das neue Museum steht nicht nur mitten in der Stadt, sondern auch mitten im Leben der Bevölkerung. Es versteht sich als eine Institution, die vermittelnd zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, aber auch zwischen Bevölkerungsgruppen und Generationen agiert. Hier soll man sich treffen, austauschen, amüsieren, nachdenken und gemeinsam Ideen und Visionen entwickeln.

Wechselausstellungen und Veranstaltungen

Im neuen Ausstellungsraum wird mindestens eine grosse Wechselausstellung zu aktuellen kulturhistorischen Fragen gezeigt. Den Auftakt machte «Demokratie! Von der Guillotine zum Like-Button».

Fotografie und Film sind wichtige Medien, die nicht nur zur Illustration, sondern auch als Objekte behandelt werden. Durch die thematische Anbindung an die Region sind die Wechselausstellungen für die lokale Bevölkerung interessant, sie streben aber eine überregionale Ausstrahlung an.

Der Rhythmus von einem Jahr für den Wechsel einer Ausstellung wird ergänzt durch kleine kurzlebigere Formate im Foyer oder «Foto+Film»-Raum, die auf Aktualitäten reagieren und kurzfristiger geplant werden.

Ergänzt wird das Angebot durch die Dauerausstellung «100 x Aarau». Die als Gesamtwerk in 20 Räumen inszenierten Geschichten reflektieren einerseits die heterogene, umfangreiche Sammlung der Stadt Aarau, anderseits erzählen sie von Menschen und Persönlichkeiten, die Aarau prägen und mitgestalten.

Partizipation, Plattform und Kooperation

Teilhabe und Mitwirkung sind ein Leitmotiv des Museums. Partizipation als ein wechselseitiger, lebendiger Prozess zwischen Museum und Bevölkerung wirkt auf verschiedenen Ebenen. Das Museum versteht sich als Plattform, wo ein Dialog über aktuelle Themen geführt werden und damit auch eine gemeinsame Zukunft verhandelt werden soll.

Um eine überregionale Wirkung entfalten zu können und fehlende Ressourcen (zum Beispiel Forschung) zu kompensieren, werden projektbezogene oder langfristige Partnerschaften mit passenden Institutionen oder Organisationen gesucht. Dabei werden Modelle der Kooperation erprobt und, wenn erwünscht, institutionalisiert. Der Beginn macht die Zusammenarbeit mit dem Ringier Bildarchiv RBA.

Seit Sommer 2015 hat das RBA neben einer ständigen Präsenz auf einem der Treppenpodeste im Museum ein Schauarchiv in direkter Nachbarschaft eingerichtet.