Im Stadtmuseum Aarau wird die Stadtgeschichte weitergeschrieben. In Anlehnung an die Dauerausstellung «100 x Aarau» sammelte das Stadtmuseum in den letzten Monaten Geschichten von Flüchtlingen aus und rund um Aarau, die ausgehend von einem selber gewählten persönlichen Objekt einen Einblick in ihr Leben geben. Die ausgestellten Objekte sind auf den ersten Blick alltäglich und nicht sonderlich wertvolle Dinge. Dahinter verbergen sich jedoch bewegende Geschichten über Flüchten und Ankommen, über Sein und Handeln, über Erinnern und Hoffen. Es sind Geschichten von Menschen, die nun Teil der Stadt sind, deren Zukunft sie mitgestalten.

Die Sekundarschulklasse 4a aus dem Oberstufenschulhaus im Schachen ergänzt die Ausstellung mit sieben Geschichten von geflüchteten Jugendlichen. Jeweils eine Schülerin oder ein Schüler aus der Sekundarklasse und eine Person des Projektes «UMA – Leben und Lernen» haben sich zusammengesetzt, diskutiert und schliesslich eine weitere Geschichte für die Ausstellung verfasst. Ausserdem präsentiert die Schulklasse den Stadtplan «Aarau for free», den sie zusammen mit jungen Asylsuchenden aus dem Projekt «UMA – Leben und Lernen» entwickelte hat (UMA = Unbegleitete Minderjährige Asylbewerber). Dieser Plan führt Orte in Aarau auf, an denen kostenlos gespielt, gelernt oder etwas unternommen werden kann. In einem eigens erarbeiteten Videobeitrag schildern die Schülerinnen und Schüler, wie die Idee zum Projekt entstanden ist und machen mit Tipps zu ausgewählten Stationen Lust, die Orte zu erkunden.

Neben den Ausstellungstexten auf Deutsch und Englisch, schildern die porträtierten Personen ihre persönliche Geschichte in der jeweiligen Muttersprache: Arabisch, Dari, Farsi, Hazaragi, Kurdisch, Tibetisch und Tigrinya.