Im Foyer des Stadtmuseums ist die Hochschule Luzern zu Gast: Carla Neis, Dozentin und Leiterin der Lithografie-Werkstatt der Hochschule Luzern Design und Kunst, hat aus deren Lithografiestein-Bestand mit ihren MitarbeiterInnen eine Edition neuer Drucke hergestellt.

Lithographie wurde noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts oft zum Drucken von Verpackungen, Tabellen, Plakaten und Etiketten gebraucht. So findet man noch mancherorts, meistens in künstlerischen Lithographie-Werkstätten, solche Steinlager. Die Drucksteine wurden normalerweise abgeschliffen, um sie erneut zum Drucken zu verwenden. Im Bestand der Hochschule Luzern sind noch die alten Sujets auf den Steinen erhalten geblieben und stellen einen interessanten Fundus an Schweizer Gebrauchsgrafik vergangener Zeiten dar. Die Steine kommen aus der ehemaligen Steindruckerei Lüscher, die sich in Aarau am Rain 38 befand.

Im Foyer werden Steine, Drucke und der Herstellungsprozess ausgestellt. Darum herum wird eine feine Auswahl an Etiketten gezeigt, die auch in diesem Steindruckverfahren produziert wurden. Besonders für die anstehende Erntezeit unumgänglich ist die kleine Werkstatt, wo sich Besucherinnen und Besucher selber Etiketten anfertigen können, beispielsweise zur Beschriftung für Einmachgläser und Konfitüren.

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