Wir alle sind in unserem Leben irgendwann mit existenziellen Fragen konfrontiert. Krankheit, Leben, Sterben, Tod – je existenzieller die Fragen, desto schwerer fällt es uns, darüber miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die Kampagne «Endlich Antworten» von palliative aargau nimmt einige dieser Fragen in einer Veranstaltungsreihe im Stadtmuseum Aarau auf. Gemeinsam mit Aargauer Fachleuten und Betroffenen schaffen wir Raum für Information, Austausch und persönliche Geschichten.
Die Veranstaltungen ermutigen dazu, schwierige Themen anzugehen und Fragen auszusprechen. Denn wer Fragen stellt, schafft die Grundlage für gute Entscheidungen und einen bewussteren Umgang mit Krankheit, Sterben und Tod.
Darf man Krankheiten totschweigen?
Dienstag, 27. Oktober 2026
17.30 – 19.30 Uhr
Wie sprechen wir mit unseren Freunden und Angehörigen über das sich nähernde Lebensende? Was hilft, wenn Worte fehlen, und kann Schweigen auch schützen? Den Abend eröffnet ein künstlerischer Beitrag von Isa Wiss (Stimme) und Luca Sisera (Kontrabass).
In der anschliessenden Gesprächsrunde kommen Carine Greminger Schibli, (Familien-)Trauerbegleiterin, Claudia Zinniker, Fachexpertin Palliative Care und Susanne Muth, Geschäftsleitung 143.ch, miteinander und mit dem Publikum über das Reden und Schweigen ins Gespräch. Was braucht es, um den ersten Schritt zu wagen?
Im Anschluss findet ein Apéro mit Infomarkt statt. Die Veranstaltung ist kostenlos (freiwilliger Unkostenbeitrag).
Ein Anlass von 143 - Die Dargebotene Hand und palliative aargau im Stadtmuseum Aarau.
Wie lange lebt man, wenn man palliativ ist?
Mittwoch, 28. Oktober 2026
18.30 – 20.00 Uhr
Oft wird der Begriff «palliativ» mit den letzten Lebenstagen gleichgesetzt. Doch was bedeutet «palliativ sein» tatsächlich? Dr. med. Andreas Jakob, Onkologe und Palliativmediziner, gibt Antworten und räumt mit verbreiteten Missverständnissen auf.
Im anschliessenden Podiumsgespräch berichten Angehörige, die einen unheilbar kranken Menschen begleitet haben, von ihren persönlichen Erfahrungen. Ergänzt werden ihre Perspektiven durch die Expertise von Melisa Günes, dipl. Pflegefachfrau.
Der Abend eröffnet Raum für persönliche Fragen rund um das Leben und Tod und gibt Impulse zum Nachdenken. Moderiert wird der Anlass von Nadine Karnitz, Seelsorgerin in der Palliative Care.
Im Anschluss findet ein Apéro mit Infomarkt statt. Die Veranstaltung ist kostenlos (freiwilliger Unkostenbeitrag).
Ein Anlass von Hirslanden Aarau und palliative aargau im Stadtmuseum Aarau.
Patientenverfügung – wieso brauche ich das? Meine Wünsche am Lebensende.
Donnerstag, 29. Oktober 2026
17 – 19 Uhr
Wie kann ich meine Wünsche zum Lebensende kommunizieren? Wer bestimmt, wenn ich nicht selbst sprechen kann? Was ist eine Patientenverfügung?
Ruth Treyer, Bereichsleiterin Soziales bei Pro Senectute, beantwortet diese und weitere Fragen in einfachem Deutsch.
Es gibt eine Übersetzung in: Arabisch, Türkisch, Portugiesisch, Spanisch, Russisch und Ukrainisch.
Im Anschluss findet ein Apéro mit Infomarkt statt. Die Veranstaltung ist kostenlos (freiwilliger Unkostenbeitrag).
Ein Anlass von HEKS, Pro Senectute und palliative aargau im Stadtmuseum Aarau.
Tut sterben immer weh?
Freitag, 30. Oktober 2026
18 – 19.30 Uhr
Die Angst vor Schmerzen während des Sterbens beschäftigt viele Menschen. Doch wie erleben Beteiligte die letzte Lebensphase? Können Schmerzen immer gelindert werden?
In einem Podiumsgespräch beleuchten Dr. med. Petra Fellmann, Onkologin und Palliativmedizinerin, Judith Kaufmann, Pflegeexpertin, Bruno Graber, Freiwilliger im Palliative-Care-Begleitdienst und eine Angehörige, die einen unheilbar kranken Menschen begleitet hat, diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven. Moderiert wird das Gespräch von Katharina Keel, Lebens- und Trauerbegleiterin.
Im Anschluss findet ein Apéro mit Infomarkt statt. Die Veranstaltung ist kostenlos (freiwilliger Unkostenbeitrag).
Ein Anlass von palliative aargau im Stadtmuseum Aarau.
Muss ich mit (meinen) Kindern über den Tod sprechen?
Samstag 31. Oktober 2026
15 – 17 Uhr
Tod und Sterben gehören zum Leben, doch sprechen wir mit unseren Kindern – oder überhaupt mit Kindern – darüber? Wie kann es gelingen, dieses Tabuthema ins Leben zu integrieren?
Die Fachfrauen der Kinderspitex Nordwestschweiz, eine Palliativärztin, Trauerbegleiterinnen und Pflegeexpertinnen sowie betroffene Mütter erzählen aus ihrem Erfahrungsschatz.
Parallel zum Anlass bieten wir für eine begrenzte Anzahl Kinder ein Betreuungsprogramm an. Bitte melden Sie Ihre Kinder bei palliative aargau an.
Im Anschluss findet ein Apéro mit Infomarkt statt. Die Veranstaltung ist kostenlos (freiwilliger Unkostenbeitrag).
Ein Anlass von Kinderspitex Nordwestschweiz und palliative aargau im Stadtmuseum in Aarau.