«Bilder machen Leute» – eine Aussage, die in unserer Zeit aktueller ist denn je. Täglich laden Menschen Fotos von sich aufs Internet hoch, um das «Bild», das sie nach aussen vermitteln wollen, zu steuern. Diese Selbstinszenierung ist ein altbekanntes Phänomen, das dank der Fotografie allen Bevölkerungsschichten offen steht. In der gezeigten Bilderschau sind es Promis, die in die Kamera blicken und sich zensieren.

Indem die Bilder als Paar gegenübergestellt  oder zu einer Serie zusammengefügt werden, reagieren sie aufeinander und zeigen ganz ohne Worte spannende Gemeinsamkeiten und Gegensätze auf. Immer wiederkehrende Motive, wie das Porträt am Schreibtisch oder der Promi mit seinem Haustier, machen verwendete Bildstereotypen sichtbar. Genauso werden die stereotypen Darstellungen im bildlichen Dialog durch die unterscheidlichen Variationen, Stimmungen und Perspektiven bereichert. Bildserien, die über einen längeren Zeitraum gehen, machen deutlich, wie sich zwar etablierte Darstellungsformen verändert haben, die Funktion der Fotografie aber gleich geblieben ist. So lädt die Bilderschau auch dazu ein, nach der Absicht der Bilder und der bewussten Einflussnahme durch die Akteure auf beiden Seiten der Kamera zu fragen.

Die Ausstellung läuft noch bis Ende September im Stadtmuseum Aarau, Etage F.