31 Lernende aus zwei Integrationsklassen der Kantonalen Schule für Berufsbildung Aarau setzten sich während vier Monaten mit ihren Zukunftsperspektiven auseinander. Rund um die Frage «Gibt es für mich als Newcomer einen Platz in dieser Gesellschaft?», recherchierten die jungen Migrantinnen und Migranten für die einzelnen Sequenzen, sie sammelten Texte, tanzten mit den Wörtern, machten Interviews und spielten Musik. Dabei vermischten sich konkrete Handlungen, Höreindrücke, Stimmungen und Atmosphären zu Hörspielen von nur einigen Minuten Dauer. Das Resultat ist ein akustischer «Reality Check» mit sehr persönlichen Gedanken über ihre Visionen, Träume und Hindernisse.

Das Kunstprojekt ist während der Ausstellung «FLUCHT» bis am 17. September im Stadtmuseum Aarau zu hören. Als Audio-Walk lädt es auf einen akustischen Spaziergang durch die Museumsräume ein. Die Tablets können beim Museumsempfang bezogen werden. Es gelten die Eintrittspreise des Stadtmuseums.

Ein Projekt von Diana Rojas-Feile und Markus Baumann, artlink, Büro für Kulturkooperation.
Regie: Diana Rojas-Feile
Musik, Komposition: Michael Sauter
Textentwicklung: Donat Blum
Klassenlehrer: Florian Oberle.
Das Projekt wird vom Programm «Kultur macht Schule» der Fachstelle Kulturvermittlung des Kantons Aargau im Rahmen von SAFARI und der Hirschmann Stiftung gefördert. In Partnerschaft mit der Kantonalen Schule für Berufsbildung, Aarau, dem Stadtmuseum Aarau und artlink, Büro für Kulturkooperation.

Der Titel des Hörkunstprojekts ist ein Zitat von Arno Gruen. Der deutsch-schweizerische Schriftsteller, Psychologe und Psychoanalytiker hatte als Schüler in New York realisiert, als er vom Religionsunterricht suspendiert worden war, dass er jüdischer Abstammung ist. Sein Vater erklärte ihm darauf hin, dass man zwischen Juden, Christen und Atheisten unterscheide, oft auch zwischen Deutschen und Franzosen. Arno antwortete erstaunt: «Ich dachte, wir sind alle Menschen».